Die Zen Meditation Zazen

Ebenso wie der Zen-Buddismus eine sehr reduzierte und pure Form von Religiosität darstellt, ist auch die Zen Meditation von allem Beiwerk befreit. Die klassische Art zu meditieren ist das sogenannte Zazen, das sitzen in Stille. Dabei sitzt man idealerweise im Lotussitz oder in einer anderen Haltung, in der die Wirbelsäule gestreckt und gerade ist. Die Hände liegen mit den Handflächen nach oben im Schoß, die rechte über der linken. Die Beiden Daumen berühren sich mit ihren Spitzen und Formen eine Art Brücke. Oft ist das auch die Haltung der Buddha-Statue. Jetzt übt man sich darin die Gedanken zu beruhigen und den Geist leer wie einen Spiegel zu machen. Dazu kann man sich auf die Stelle konzentrieren, wo sich die Daumen berühren, man kann aber auch mit halb geöffneten Augen einen Punkt fixieren oder seinen Atem als Meditationsobjekt wählen. Wenn die Gedanken Abschweifen kehrt man wieder zum Objekt zurück.

Ziel der Zen Meditation

Der Praktizierende, der mit dieser Meditation seinen Geist leert erlangt im Idealfall irgendwann das Satori oder die Erleuchtung. Der Zen-Buddhismus bezeichnet diese Erleuchtung als Ziel seiner Bestrebungen. Ebenso wie der Buddha unter dem Bodhi-Baum erleuchtet wurde, die Dualität der Erscheinungen transzendierte und die wahre göttliche Wirklichkeit verstand, so soll auch der Praktizierende Zen-Buddhist mit dem Satori das eigene Ich und die dualistische Sicht auf die Dinge transzendieren. Fortan erscheint ihm die Welt als eine Einheit, in der er intuitiv das Wirken der göttlichen Kraft wahrnimmt, ohne dass Begriffliche Konstruktionen des eigenen Ich diese Sicht noch trüben könnten.

Andere Techniken im Zen

Eine weitere Technik zur Erlangung des Satori ist die Koan-Meditation. Dabei meditiert man sehr intensiv über ein Koan – ein Zen-Rätsel – das den eigenen Verstand so in Anspruch nehmen soll, dass irgendwann das irrationale, göttliche Wesen durchbrechen kann und die Erleuchtung erlangt wird. Bespielsweise kann man darüber meditieren welche Gestalt man hatte, bevor man geboren wurde, oder über den Klang, den das Klatschen mit einer Hand erzeugt.
Der Zen Meister Thich Nath Hanh hat die buddistische Gehmeditation bekannt gemacht, bei der man sich beim Gehen auf jede Berührung der eigenen Füße mit dem Boden konzentriert und so seinen Geist beruhigt. Diese Art von Achtsamkeit kann auch beim Essen, beim Betrachten einer Blume oder sogar beim Spülen geübt werden.

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