Momentan wird in der Politik diskutiert, wie die Krankenkassen entlastet werden können. Neben der Beitragserhöhung wird auch gefragt, ob nicht die Kosten, die durch die Homöopathie für die Kassen entstehen, eingespart werden sollen. Im aktuellen Spiegel war diese Diskussion sogar das Titelthema. Die Debatte entzündet sich an der zentralen Frage der Homöopathie: ist sie überhaupt wirksam? Der Spiegel wertet sie jedenfalls stark ab. Ein direkter wissenschaftlicher Nachweis der Wirkstoffe ist unmöglich, da diese in homöopathischen Mitteln so stark verdünnt sind, dass sie unter heutigen wissenschaftlichen Gesichtspunkten quasi nicht existent sind. Also alles nur Einbildung? Eine andere Herangehensweise sind Studien zur Heilwirkung von Homöopathie, wobei diese höher sein müsste, als die von puren Placebos. Solche Studien gibt es durchaus. Erfahrungsberichte von Menschen, die durch Homöopathie Heilungen erfuhren gibt es auch zuhauf. Und in anderen Ländern, allen voran Indien wird diese Heilmethode gleichwertig neben der Schulmedizin praktiziert, und es werden mehr Menschen homöopathisch behandelt, als Deutschland Einwohner hat. Alles Humbug? Eine endgültige Antwort darauf wird es wohl erst geben, wenn die Wissenschaft entsprechende Nachweise erbringen kann. Zunächst sieht es aber eher so aus, als würde in der Gesundheitspolitik der Weg des geringsten Widerstandes gegangen und neben den Beitragszahlern auch noch die Homöopathie für das Stopfen der für die Milliardenlöcher herangezogen, ob die Pharmaindustrie auch etwas beitragen muss, bleibt abzuwarten.



